Donnerstag, 19. Januar 2012

Wichtiges zum Barock

– der Begriff Barock als Epochenbezeichnung setzte sich erst um Mitte des 19. Jahrhunderts durch

– 'schiefrunde Perle'

– Weltbild geprägt von der Antithetik in allen Lebensbereichen
1. zerrissenen Lebensgefühlen
2. Vergänglichkeitsbewusstsein
3. Todesangst durch den Dreißigjährigen Krieg
4. mystisch-religiöse Schwärmerei
5. fanatischen Glaube - Antithetik:
Diesseits <> Jenseits
Ewigkeit <> Zeit
Schein <> Sein
Spiel <> Ernst
Lebensgier <> Todesbewußtsein
Aufbau <> Zerstörung
Blüte <> Verfall
carpe diem <> in memento mori
Erotik, Wollust <> Tugend, Askese
Wohlstand <> Armut
Gesundheit <> Krankheit


– mit dem Dreißigjährigen Krieg (1618-1648) erlebte das Deutsche Reich einen politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Verfall
--> etwa ein Drittel des deutschen Volkes kam dabei um (Pest)

– nach dem Krieg bildete sich in Deutschland der Territorialabsolutismus heraus
--> die Einflußnahme des Staates griff auf alle Lebensbereiche, wie Erziehung, Bildung, Wirtschaft und Kirche und machte klare Vorgaben
--> das Leben an den absolutistischen Fürstenhöfen hatte den französischen Absolutismus in Versailles zum Vorbild: luxuriöse Bauten und verschwenderisches Leben

Freitag, 30. Dezember 2011

Eine Rede halten. Was muss ich beachten? (Rhetorik)

Wenn man eine aussagekräftige, in Erinnerung bleibende und überzeugende Rede halten möchte, so gibt es sowohl eine Reihe von Regeln, die man einhalten sollte, als auch eine Menge Fehler, die man machen kann, wenn man nicht aufpasst. Hier also einige dieser Regeln und Fehler:

Regeln
  • die Zuhörerschaft ansprechen und ggf. auf Reaktionen eingehen
  • eine angemessene,  höfliche Ausdrucksweise einhalten
  • einen reichen Wortschatz verwenden und anschaulich erörtern
  • den Sachverhalt angemessen erläutern und Argumente aufzählen und den eigenen Standpunkt sachlich begründen
  • Verwendung stilistischer Mittel für eine ausdrucksstarke Argumentation
  • möglichst einfach strukturierte (, aber vollständige) Sätze (Verständlichkeit geht meist vor sprachlicher Ästhetik)
  • keine negativen Unterstellungen machen
  • Gestik und Mimik beachten, ruhig und deutlich reden


Fehler
  • unangemessene Ausdrucksweise
  • umgangssprachliche Gestaltung
  • zu kurz und "platt", Umgangssprache, kaum komplette Sätze (strahlt Unsicherheit und Nervosität aus)
  • nichts begründen, einfache Auflistung von Thesen, die im Raum stehen bleiben
  • den Zuhörer nicht ansprechen (wirkt wenig lebendig)
  • nicht auf den Punkt kommen (wirkt unentschlossen)
  • kein Selbstvertrauen (wirkt nicht überzeugend)
  • zu authoritär (wirkt kalt und abweisend)
  • ablesen (freies Sprechen macht einen souveränen Eindruck)
  • Zielgruppe verfehlen